Der verlassene Sport- und Wasserpark
Leere Becken, verlassene Umkleideräume, eine Sporthalle und überwucherte Außenanlagen erinnern an einen großen italienischen Freizeit- und Sportkomplex, der im September 2023 geschlossen wurde.
„Wo früher Kinder ins Wasser rutschten und Schwimmer trainierten, herrscht heute Stille.“
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Geschichte des Ortes
Der Sportpark war weit mehr als ein gewöhnliches Schwimmbad. Auf dem großen Gelände vereinte er Hallen- und Freibäder, einen saisonalen Wasserpark, eine Schwimmschule, Fitnessangebote, Sportplätze, Gastronomie und zeitweise sogar Unterkünfte.
Über viele Jahre gehörte die Anlage fest zum Alltag der Region: Familien verbrachten hier ihre Sommertage, Kinder lernten schwimmen und Vereine trainierten in den Becken.
Der vielseitige Komplex richtete sich an Leistungssportler, Freizeitsportler und Familien. Zum Angebot gehörten Schwimm- und Trainingsbecken, Außenbecken, Kinder- und Nichtschwimmerbereiche, ein großer Wasserpark mit zahlreichen Rutschen, ein Wellenbecken, Fitness- und Wellnessbereiche, Umkleiden, Gastronomie, Sportplätze und eine Sporthalle.
In früheren Werbetexten war von insgesamt 18 Rutschen die Rede; ob alle gleichzeitig betrieben wurden, lässt sich heute nicht mehr sicher überprüfen.
Im Dezember 2010 übernahm eine neue Betreibergesellschaft den Sportpark und führte ihn fast 13 Jahre lang. Schwimmkurse, freies Schwimmen, Vereinstraining, Fitnesskurse und saisonale Freizeitangebote machten das Zentrum zu einem wichtigen Treffpunkt und Arbeitgeber.
In stark besuchten Sommerphasen sollen bis zu etwa 70 Menschen beschäftigt gewesen sein; im restlichen Jahr lag die Zahl ungefähr zwischen 40 und 50.
Schon vor der endgültigen Schließung gab es Gerüchte über wirtschaftliche Schwierigkeiten und Kritik am Zustand einzelner Bereiche. Pandemie, steigende Energiepreise, hohe Kosten für Wassertechnik und Instandhaltung sowie der saisonabhängige Betrieb verschärften die Situation.
Im August 2023 wurde nach einem Käufer oder neuen Betreiber gesucht. Am 11.
September 2023 wurde der gesamte Komplex nach einem Konflikt zwischen Eigentümerseite und Betreibergesellschaft geschlossen.
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Nach der Schließung blieben leere Becken, Umkleideräume, Sportbereiche und überwucherte Außenanlagen zurück. Die Wassertechnik wurde abgeschaltet, Laub und Regenwasser sammelten sich in den Becken und die Natur eroberte das Gelände zurück.
Da der Komplex bis kurz vor der Schließung öffentlich genutzt wurde, wirkt er in manchen Bereichen eher wie ein moderner Lost Place als wie ein jahrzehntealter Freizeitpark.
Besonders eindrucksvoll ist der Kontrast zwischen den Erinnerungen an volle Sommertage und der heutigen Stille. Wo früher Kinder auf Rutschen ins Wasser stürzten, Schwimmer ihre Bahnen zogen und Besucher im Wellnessbereich entspannten, stehen heute verlassene Räume und leere Becken.
Die Anlage besitzt außerdem sporthistorische Bedeutung, weil hier die Laufbahn eines späteren Welt- und Olympiasiegers begann.
Der Sportpark zeigt, wie schnell ein intensiv genutztes Freizeitzentrum verschwinden kann. Eine mögliche Wiedereröffnung wäre technisch und wirtschaftlich anspruchsvoll: Wasseraufbereitung, Pumpen, Heizungs- und Lüftungstechnik, Brandschutz, Becken, Rutschen und Sanitärbereiche müssten umfassend geprüft werden.
Ob der Komplex gerettet, umgenutzt oder weiter verfallen wird, bleibt offen.
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